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Shetlands
Blick auf Shetlands.

Die Shetland-Inseln (engl. Shetland Islands; frühere Namen: Hjaltland, Yetland oder Zetland) sind eine zu Schottland gehörende Inselgruppe zwischen den Orkney und den Färöer. Sprachwissenschaftler sehen eine Verbindung mit der in altirischen Texten erwähnten Insel Catt (die Insel der Catten oder Chatten), die ansonsten aber nicht identifizierbar ist. Ausgenommen der abseits liegenden Inseln Fair Isle und Foula, erstrecken sie sich über ein 80 mal 120 km großes Areal zwischen dem 59. und 61. Grad und bilden den nördlichsten Teil Großbritanniens. Von den 1.426 km² Fläche entfällt etwa zwei Drittel auf die Hauptinsel Mainland. Administratives Zentrum und größte Stadt der Shetlands ist Lerwick auf Mainland.

 

Die Skoten, von deren Überfälle die Römer berichten, stammen ursprünglich aus Irland. Zur Zeit des Königreichs von Dalriade dehnten sie sich vom Co. Antrim in Nordirland nach Argyll in Westschottland aus. Im restlichen Schottland und auf den nördlichen Inseln lebten die im Jahre 297 n. Chr. erstmals in römischen Berichten erwähnten Pikten (die Bemalten). Im 9. Jahrhundert landeten hier die Wikinger an und nannten die Inseln Hjaltland. Sie etablierten neue, eigene Gesetze und vor allem eine eigene Sprache, welche sich zum Norn entwickelte. Im 10. Jahrhundert wurden sie christianisiert. Um 1195 n. Chr. wurden die Inseln für einige Zeit direkt der Krone Norwegens unterstellt. Die Shetlands gehörten auch später zu Norwegen. Im 14. Jahrhundert vereinigte sich Norwegen (mit seinen Besitzungen) mit Schweden und Dänemark. Die Shetland-Inseln gelangten als Mitgift der Tochter des dänischen Königs Christian I. 1469 zu Schottland, als diese König James III. von Schottland heiratete. Seitdem wuchs der schottische Einfluss auf die Inseln. Das Old Norn als allgemein verbreitete Sprache starb im 19. Jahrhundert aus. Dennoch gibt es bis heute vor allem auf der nördlichsten Insel Unst noch ein paar alte Menschen, die Norn sprechen und sich an die alten Sagen und Geschichten erinnern. Im Zweiten Weltkrieg spielten die Shetlands eine gewisse Rolle bei der Unterstützung des norwegischen Widerstands und bei der Flucht aus dem besetzten Norwegen. Vor hier aus wurden Kommandounternehmen durchgeführt und Agenten eingeschleust. Mit vorwiegend norwegischen Fischereibooten wurde die Überfahrt zwischen den Shetlands und der gesamten norwegischen Küste bewerkstelligt, was nur in der Winterzeit möglich war. Bekannt wurden die Aktionen als "Shetland Bus", von denen die bekanntesten wohl die Angriffe auf das deutsche Schlachtschiff Tirpitz im Jahr 1942 und die Schwerwasseranlage der Norsk Hydro in Rjukan (Telemark) waren.