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Die klassischen Pyramiden
Die Cheops-Pyramide
Eines der berühmtesten Bauwerke der Welt, wurde von König Cheops (4. Dynastie) um 2650 v. Chr. erbaut. Die Pyramide steht auf einer Grundfläche von 230 mal 230 Meter. Ihre Diagonale ist genau von Nord-Ost nach Süd-West ausgerichtet. Die ursprüngliche Höhe betrug 146 Meter und beträgt heute 137 Meter. Zum Bau der Pyramide waren rund 2,5 Millionen Kalksteinblöcke notwendig.
Die Chefren-Pyramide
Diese Pyramide wurde von Chefren erbaut, steht südwestlich der Cheops Pyramide und ist ihr sehr ähnlich. Obwohl ihre Höhe 136 Meter und ihre Grundfläche nur 210 mal 210 Meter beträgt, wirkt sie größer, da sie auf einer höheren Lage errichtet wurde. An der Nordseite besitzt sie zwei Eingänge. Man kann auch die Reste des Totentempels, den Taltempel und die Rampe, die die beiden Tempel verbindet, noch heute sehen.
Die Mykerinos-Pyramide
Mit nur 62 Metern Höhe ist sie die kleinste der drei Pyramiden. Rund um die Pyramiden von Gizeh finden sich auch noch mehrere kleine Pyramiden und hunderte von Gräbern für die Mitglieder der königlichen Familie, für Adelige und verdiente Beamte.
Die Sonnenboote
Bei den Ausgrabungensarbeiten rund um die Pyramiden wurden östlich der großen Pyramide 3 und südlich 2 in den Fels geschnittene Höhlen entdeckt. Man fand Holzschiffe die sich noch in ausgezeichnetem Zustand befanden. Ein Schiff kann in einem Museum südlich der Cheops-Pyramide besichtigt werden.
Der Sphinx
Auf dem Weg zum Taltempel der Chefren-Pyramide kommt man zur großen Statue des Sphinx. Das Bauwerk setzt sich aus einem Löwenleib und einem Menschenkopf zusammen. Es ist rund 70 Meter lang und 20 Meter hoch. Die Wissenschafter vermuten, daß das Antlitz der Sphinx mit dem des Königs
Chefren identisch ist.
Kairo - die 15 Millionen Einwohner Metropole
Die Ursprünge der heutigen Landeshauptstadt und 15 Mill. Einwohner Metropole Kairo liegen im Koptischen Viertel. Im Jahre 641 n. Chr. wurde die damalige Siedlung Babylon von Amr ibn al-As, dem Feldherrn des Kalifen Omar, erobert.
Aus dem etwas nördlich gelegenen Feldlager der Eroberer entwickelte sich die Hauptstadt des Landes, Fustat, was soviel wie "das Zelt" bedeutet. Als die Abbasiden die Omajiden im Jahr 750 n. Chr. stürzten und Fustat bis auf die Amr Moschee abbrannte, gründeten die Sieger wieder etwas weiter nördlich den Stadtteil El-Askar. Während der Herrschaftszeit von Ahmed Ibn Tulun (868-883) wurde die Residenz zu den Jaschkur-Hügeln hin verlegt, zu dessen Zentrum die Ibn Tulun Moschee wurde. Der Ursprung des heutigen Namen (Kairo) geht auf den fatimidischen Feldherrn Gohar zurück, der 969 n. Chr. Ägypten eroberte. Er benannte die Stadt nach der Konstellation des Mars (el-Kahir) die Siegreiche.
Unter der Herrschaft der Sultane (1176 Bau der Zitadelle) erblühte Kairo. Die Osmanen unter Sultan Selim I. eroberten Kairo 1517 und stellten sie unter türkische Herrschaft. 1805, nach der Besetzung durch Napoleon, wurde die Zitadelle durch Mohamed Ali in Besitz genommen und der Stadt zu neuem Aufschwung verholfen. Er modernisierte und gründete neue Stadtviertel. Das heutige Zentrum der größten Stadt Afrikas ist der Midan el-Tahrir.
Luxor - die Stadt der Paläste
Luxor, der Name bedeutet Stadt der Paläste, wurde auf dem bereits in der Ilias von Homer beschriebenen "Hundertorigen Theben" erbaut.
Theben war, nachdem die Hyksos endgültig unter dem thebanischen Fürsten Ahmose vertrieben werden konnten, ab 1540 v. Chr. die Hauptstadt eines vereinten Ägyptens. Sie war auch Kultort des Sonnengottes Amun. Der Karnak-Tempel, der von den bedeutendsten Pharaonen über Jahrhunderte erweitert und verschönert wurde, zeugt vom vergangenen Reichtum dieser Stadt. Den Tempelanlagen am Ost-Ufer, die der Verehrung der Götter dienten, stehen am West-Ufer die Totentempel der Pharaonen und die Gräber im Tal der Könige und im Tal der Königinnen gegenüber.
Luxor-Tempel
Der Luxor-Tempel, dessen wichtigste Bauherren Amenophis III. und Ramses II. waren, steht mitten in der Stadt Luxor, direkt am Ufer des Nils. Die Tempelachse wurde abgeknickt, damit die verbindende Sphingen-Allee zum Karnak-Tempel in gerader Richtung verlaufen konnte. Von den ursprünglich sechs gewaltigen Statuen des Ramses, die vor dem ersten Pylon standen, sind heute noch drei erhalten.
Ebenfalls vor dem Tempel ist noch ein Exemplar der aus rotem Granit hergestellten Obelisken zu bewundern. Den Zweiten kann man seit 1836 am Place de la Concorde in Paris bestaunen. Besonderes Interesse wecken der Säulengang und die hervorragenden künstlerischen Arbeiten.
Luxor Museum
In diesem Bauwerk, das 1976 seiner Bestimmung übergeben wurde, können Exponate aus der Zeit Echnatons (Amarna-Zeit), der als einziger Pharao nur einen Gott anbetete und die Hauptstadt von Theben nach Tell-el-Amarna verlegen ließ, besichtigt werden.
Auch sind die Statuen und Bildnisse die man vor einigen Jahren unter dem Luxor-Tempel fand zu besichtigen. Zum besseren Verständnis und zur Übersicht sind Museumsführer in Deutsch und Englisch erhältlich.
Zu erreichen ist Luxor am einfachsten mit täglichen Flugverbindungen von Kairo. Nach West-Theben gelangt man mit der Auto- bzw. der Personenfähre, die mehrmals täglich übersetzt.
Quelle: ETA / bearbeitet von pairola-media.com
